Ich bin kein Chronist der Weltgeschichte, sondern ein Autor, der versucht, Erinnerungen zu bewahren. Nicht die lauten, glänzenden – sondern die flüchtigen. Das Flattern eines Blicks. Die Gänsehaut, wenn ein Lied mehr sagt als ein ganzer Satz. Den Moment, bevor etwas passiert – oder eben nicht.
Die Chroniken eines Liebestollen sind kein konstruierter Roman, keine literarische Pose. Sie sind nah dran, weil ich nah dran war – als mittendrin Versinkender. Und als jemand, der später versucht hat, all das in Sprache zu fassen. Nicht, um sich zu erklären, sondern um es festzuhalten, bevor es verblasst wie ein Lächeln im Rückspiegel oder der Duft einer Haarspraydose von 1992.
Ich mag Sätze, die nicht funktionieren wie eine Bedienungsanleitung. Die schwanken, leuchten, übertreiben. Die berühren, weil sie sich trauen, auch mal zu stolpern. Ich glaube an Figuren, die nicht wissen, was sie tun – aber genau deshalb etwas fühlen, das größer ist als sie selbst.
Ich schreibe, weil ich sonst nicht wüsste, wohin mit all dem, was war. Weil manches zu schön war, um es der Zeit zu überlassen. Und weil Literatur für mich kein Podest ist – sondern ein Gespräch auf Augenhöhe. Leise vielleicht, aber mit Nachhall.
Wer sich dazusetzt, muss nichts wissen. Nur fühlen wollen. Vielleicht, weil er ähnliche Fragen kennt. Vielleicht, weil er selbst noch etwas sucht. Oder weil ihn das Echo der eigenen Jugend noch manchmal heimsucht – auf leisen Sohlen.
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